Berichte über aktuelle Forschung

“Üben? – Nur im freien Spiel entfaltet sich menschliche Intelligenz” Artikel von Barbara Perras auf der Internetseite “Das Kita-Handbuch”. “Das kindliche Spiel ist einerseits ein Training, um Alltagserlebnisse zu verarbeiten und sich in verschiedene Rollen einzufühlen, andererseits gewinnen die Kinder durch Wiederholungen und ähnliche Situationen Sicherheit und Routine. Aus der Entwicklungspsychologie gibt es faszinierende Erkenntnisse, welche in Versuchen mit Kätzchen, Mäusen und Ratten gewonnen wurden. Natürlich sind Vergleiche von Kindern mit jungen Tieren mit Vorsicht zu genießen. In diesem Fall bestätigen sie jedoch Beobachtungen, die Pädagogen und Therapeuten über viele Jahre hinweg machten.”

Das trojanische Pferd der Moderne”. Kinder halten es keine halbe Stunde ohne Smartphone aus. Aber in den Schulen heißt es: digitale Technik, so früh wie nur möglich. Davor warnt das Bündnis für humane Bildung und empfiehlt, den Grundschülern, lieber ein Musikinstrument in die Hand zu geben. Damit die Gehirne gesund bleiben. Artikel von Minh Schredle erschienen in der taz, 25. 11. 2017.

“Übermäßiger Medienkonsum gefährdet Gesundheit von Kindern und Jugendlichen”. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat Anfang Juni 2017 die Ergebnisse der “BLIKK -Studie” vorgestellt. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: “Die gesundheitlichen Risiken übermäßigen Medienkonsums für Kinder werden immer deutlicher. Sie reichen von Fütter- und Einschlafstörungen bei Babys über Sprachentwicklungsstörungen bei Kleinkindern bis zu Konzentrationsstörungen im Grundschulalter. Wenn der Medienkonsum bei Kind oder Eltern auffallend hoch ist, stellen Kinder- und Jugendärzte weit überdurchschnittlich entsprechende Auffälligkeiten fest.”

“Das freie Spiel der Kinder” – Eine Einführung in den Kommentar des UN-Kinderrechtsausschuss zum Rechte des Kindes auf Spiel und kulturelles und künstlerisches Leben. Ein Vortrag des Berliner Erziehungswissenschaftlers  und Mitglied des erwähnten Kinderrrechtsausschusses Lothar Krappmann bei der Fachtagung des deutschen Kinderhilfswerks (Januar 2015) mit einem erfrischenden und engagierten Plädoyer, sich für das Freispiel einzusetzen: “Die Ausschussmitglieder sind  zutiefst überzeugt, dass Spielen zum Leben der Kinder gehört, und zwar freies Spielen, nicht verzwecktes Spiel, und dass Spiel ebenso wie  Kultur und Kunst Handlungsbereiche sind, die ihnen selber gehören und die sie benötigen.”

“Struwelpeter” – eine Broschüre des Bundes der Freien Waldorfschulen über Medienmündigkeit. Für die ersten sieben Lebensjahre sind besonders die Artikel von Dr. Edwin Hübner interessant: “Indirekte und direkte Medienpädagogik” und “Mediencurriculum”.

 “Schuleingangsphase oder Schuleintritt?” Der Umgang mit der “Schulreife” an waldorfpädagogischen Einrichtungen in Österreich” (2013 – 2015.) Eine Gruppe von Lehrern, Erziehrinnen und Ärzten hat diesen interessanten Bericht vorgelegt.

” Kita- Betreuung wird besser, doch es fehlt weiter an Personal”    Im Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” erschien  24.8.2015 dieser Bericht, der deutlich macht, dass zwar das Bewusstsein wächst für die Wichtigkeit der Qualität in der Kleinkindbetreuung, dass die soziale und wirtschftliche Realität in den Einrichtungen aber oft weit hinter den Idealen zurückbleibt.

“Beziehungspädagogik – eine Erziehung zur Beziehungsfähigkeit”,  Die Schweizer Kindergärten haben mehrere Veranstaltungen über dieses Thema organisiert. Dieser Aufsatz von Christian Breme ist eine Veröffentlichung, die daraus hervorgegangen ist.