Armenien

Pionierarbeit

Im Jahre 1991 hat sich in Eriwan (Armenien) die Initiative gebildet, einen Waldorfkindergarten zu gründen. Mit Unterstützung des anthroposophisch ausgerichteten Zentrums der Kultur- und Wirtschaftsinitiativen "Schem" gelang es, die Zulassung vom Bildungsministerium zu bekommen, eine experimentale Gruppe im Bestand des staatlichen Kindergartens zu bilden. Die Gruppe wurde mit Unterstützung von Frau Regina Hoeck gegründet .

Im Sommer desselben Jahres fing Frau Olga Saroyan an, mit dieser experimentalen Gruppe zu arbeiten, nachdem sie den einleitenden Kurs des Waldorfseminares und ein Praktikum von einem Monat in Deutschland (Überlingen) gemacht hatte.
In dieser Periode wurden Vorlesungen durchgeführt und Handarbeiten angefertigt, die mit Hilfe und unter Mitwirkung von den Kollegen aus Deutschland und aus der Schweiz organisiert wurden.
Im Jahre 1994 ist die Waldorfgruppe aus dem Bestand des staatlichen Kindergartens ausgetreten und begann, als ein unabhängiger Kindergarten selbständig zu arbeiten. Alle nachfolgenden Jahre existierte der Kindergarten hauptsächlich auf Grund der Unterstützung und dem Enthusiasmus der Eltern und der Erzieher. Wesentliche Hilfe  leisteten die Stiftung «Ararat« und die Freunde aus Deutschland und aus der Schweiz.

 

Der Weg in die Unabhängigkeit

Heute wird der Kindergarten völlig von den Eltern finanziert, außer einzelner zweckbestimmter Spenden. Damals als wir begannen, als ein privater Kindergarten zu arbeiten, hatten wir nur 5-6 Kinder, aber heute haben wir 2 Gruppen mit 25 Kindern im Alter von drei bis  sechs Jahren.
Der Kindergarten ist staatlich anerkannt worden.

 

Unsere Arbeit ist völlig auf die Waldorfmethode ausgerichtet: Ausbildung der Erzieher, Seminare für Assistenten und Eltern, Arbeitskreis für Handarbeiten, Eurhythmie und Musik.
Die Kinder verbringen den ganzen Tag im Kindergarten– von 08:30 bis 18:00.
Programm :
•    Eurhythmie
•    Malen ( Aquarell)
•    Modellieren
•    Handarbeit
•    Puppentheater
•    Musik usw.
 
Wir fahren mit Kindern aufs Land, machen Ausflüge, feiern Feste sowohl im Kindergarten als auch im Grünen. Zu Ostern und Weihnachten werden Wohltätigkeitsmärkte organisiert, deren Einkünfte für die Bedürfnisse des Kindergartens ausgegeben werden (Geschirr, Materialien für Handarbeit usw.)
Im Kindergarten arbeitet regelmäßig ein Pädagogengremium. Es werden Kollegialentscheidungen getroffen. Der Kindergarten hat engen Kontakt mit Waldorfschule „Aregnazan“, Eriwan. Die meisten  Zöglinge  von unserem Kindergarten besuchen diese Schule.

 

Ein Bedarf für die Vertiefung der Arbeit

Ein Problem für die Arbeit besteht darinnen, dass wir wenig Austausch mit anderen Kindergärten haben. Die Ausbildung der Kindergärtnerinnen liegt schon weit zurück und so hatten wir das Gefühl, stark „ im eigenen Saft zu schwimmen“.Wir sind daher der IASWECE sehr dankbar, dass sie Hospitationsreisen erfahrener Kindergärtnerinnen unterstützt, die dann in unserem Kindergarten hospitieren.

Zur Zeit sehen wir einen starken Bedarf den Kindergarten auszubauen. Noch mehr Eltern wollen, dass Ihre Kinder genau solche Kindergärten besuchen. Heute richten wir uns aber in einem kleinen gemieteten Gebäude ein,  den größten Teil des Geldes geben wir für die Miete aus, und das ist ein starkes Hindernis für den Ausbau des Kindergartens.
Der Erwerb des eigenen Gebäudes, das geräumig genug  für die weitere Entwicklung des Kindergartens wäre, ist unsere allererste Aufgabe. Und wir hoffen, dass die Arbeit von Erfolg gekrönt sein wird!

Kontaktperson und Projektleitung:

Reigina Hoeck

E-mail: regina.hoeck@arcor.de