Den heutigen Bedürfnissen des Kindes gerecht werden

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„Den heutigen Bedürfnissen des Kindes gerecht werden“ wurde als Thema für unsere erste Welttagung in Wilton, New Hampshire, USA, im letzten August gewählt. Die Tagung wurde von fast 300 Waldorfkindergärtnerinnen und -kindergärtnern aus 33 Ländern besucht. Hauptsprecher waren Dr. Michaela Glöckler, Renate Long-Breipohl und Dr. Johanna Steegmans. Die Früchte ihrer jahrelangen intensiven Studien und Erfahrungen in den Feldern der Medizin und Pädagogik werden in diesen Vorträgen mitgeteilt.

Kopien der Vorträge in englischer Sprache können Sie bestellen bei:

Waldorf Early Childhood Association of North America

info@waldorfearlychildhood.org

oder bei dem IASWECE Councilmitglied Janni Nicol in England unter:

JanniSteinerEY@aol.com.

 

Dr. Michaela Glöckler aus Dornach in der Schweiz vertrat eine euro-

päische Stimme, als sie von den Wurzeln der Waldorfpädagogik sprach. Um richtig zu erziehen, müssen wir uns des ursprünglichen physischen Entwicklungsstandes bewusst sein, der Entwicklung des Bewusstseins und der Lernfähigkeit mit der Zeit, der Entwicklung und Bedeutung von Beziehungen, des Fortschreitens der Ich-Entwicklung und der geistigen Entwicklung des Menschen. Alles das ist grundlegend bei der Erziehung des Kindes und ebenso bei der Selbsterziehung. 

 

Dr. Johanna Steegmans aus Seattle, Washington, vertrat Nordamerika, als sie an den zwei folgenden Tagen über die Sinnesentwicklung des  kleinen Kindes sprach. Indem sie das autistische Kind als Führer durch diese verwirrende Landschaft benutzte, beschrieb sie, wie die sanfte Natur des kleinen Kindes bombardiert und sogar traumatisiert wird durch die überwältigende Sinnesüberflutung. Dieses Bombardement beeinflusst jeden, Kinder ebenso wie Erwachsene. Mit Blick auf die tiefen Quellen der anthroposophischen Geisteswissenschaft gab sie auch Quellen für praktische Hinweise und meditative Erkenntnisse an, um zu helfen, diesen Herausforderungen gerecht zu werden.

 

Aus Sydney, Australien und der südlichen Hemisphäre kam Renate Long-Breipohl.

Sie erinnerte uns daran, dass eine gesunde Erziehung des Kindes von einer ständigen und vorsätzlichen Selbsterziehung des erwachsenen Erziehers abhängt. Sie  brachte kosmische Bilder aus dem Tierkreis, um Tugenden zu erläutern, nach denen der Erwachsene streben sollte. Andere Bilder aus dem Tierkreis beschrieben alte ursprüngliche menschliche Tätigkeiten wie Jagen, Ackerbau und Handel, die in unserem Leben noch vorhanden sind, aber jetzt in verwandelter, feinerer Art. Diese   Impulse und Aktivitäten in uns und den Kindern zu verstehen, kann uns helfen, Waldorferziehung  feinfühliger, schöpferischer und freudiger auszuführen.

 

Diese Vortragssammlung ist ein reiches Festmahl, das danach ruft, mit einer größeren Zuhörerschaft geteilt zu werden als den Kindergärtnerinnen, die sich in New Hampshsire versammeln konnten. Mögen diese Gedanken ausreichen, andere in den Kreis von Inspirationen einzuladen, der bei der Tagung geschaffen wurde, und diejenigen zu ermutigen, die sich tapfer bemühen, kleine Kinder zu lieben, zu schützen und zu erziehen

 

Nancy Blanning, USA